Blip.fm + Flattr.com = Radio 2015?

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Foto: Geralt/pixabay.de

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Dienstag – 19 Uhr: Connect-Termin mit Neunetz-Blogger Marcel Weiss im Rahmen des Studiums Online-Radio. Es geht um die Zukunft des Radios. Marcel ist fasziniert von Plattformen wie Blip.fm, oder Last.fm. Zugegeben – hier ist der User selbst Musikredakteur. Er kann seinen Musikgeschmack als Vorbild eingeben und erhält einen Stream aus eigenen Stücken und Empfehlungen zurück. Er lernt neue Stücke aus seiner Musikgeschmackumgebung, er hat keine störende Werbung, er muss sich nichts zum tausendsten Mal Robbie Williams anhören. Also eine Art iPod in der Cloud. Aber ist das Radio? Ist das gar eine Alternative zu einem moderierten Gesamtprogramm? Ich finde nicht. Das ist doch kein Radio. Radio ist ein komplexeres Gebilde als ein Musikstream (Sicherlich wird es mehr als spannend, wenn die „klassische“ AC-Musikauswahl keinen Massengeschmack mehr erreicht. Bislang ist es aber –noch- nicht so weit). Radio ist Musik plus Nachrichten, Moderatoren, Comedy… .

Und Flattr.com als Finanzierungsidee: Hörer nutzen das Angebot X an und spenden – je nach Gefallen und Brieftasche – einen Betrag X. Hmm, na ja, nett, da kann möglicherweise ein wenig Geld fließen. Aber das reicht doch höchstens, um eine Plattform mehr oder weniger ehrenamtlich zu führen. (Die TAZ vermeldete nach rund 6 Monaten ca. 7000 Euro Einnahmen mit rückläufiger Tendenz). Eine Redaktion kann so nicht bezahlt werden. Und klappt in Deutschland überhaupt ein Prinzip „Spenden für mediale Leistungen“? Ich befürchte nein, das hat Deutschland nicht so gelernt. Da wir zudem auch nicht gerade als Innovationsjunkies bekannt sind, bräuchte ein Sender wenn ein langen Atem. Heute wäre es jedenfalls äußerst schwierig, einen Etatplan für ein reines Flattr.-Radio zu schreiben.

Insofern  Blip.fm + Flattr.com = Radio 2015

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