Wie viel Radiotrend will der Hörer?

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Radio 2011 / Radio Zukunft / Trend
Foto: PublicDomainPictures/pixabay.de

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Das neue Jahr startet und die Trendwelle rollt auf allen Kanälen: Was kommt dieses Jahr?

Was wird hip, was ist out? Worauf müssen wir vorbereitet sein? Medial stehen dabei natürlich wieder mal Fernsehen, Zeitung und Netz im Vordergrund. Einen – aus meiner Sicht – guten Überblick zum „Status Quo Radio“ gibt JB auf Radioszene.de. Sein Fazit – große Innovationen seien nicht zu erwarten. Aber warum auch? Will der Hörer wirklich einen neuen Trend? Will er einen anderen Musikmix? Will er ein trendiges Radio? Ich glaube (noch) nicht!

Bislang gibt es einen die Deutschen von Norden bis Süden einenden  (AC-) Musikgeschmack, um den sich die journalistischen Inhalte – abhängig von Budgetmöglichkeiten  – mehr oder weniger drum gruppieren lassen. Das funktioniert, das eint die Massen, das sind die Zutaten, die die von Hans-Jürgen Krug beschriebenen Radioautomatismen (Radiowecker, Küchenradio, Autoradio) befeuern.

Und so trendlos ist das Radio ja gar nicht. Die zahllosen Stationen in Deutschland experimentieren mit den neuen Medien, sind ständig auf der Suche nach dem optimalen Kommunikationsfeld mit dem Hörer und hinterfragen auch (meist) ständig Ihr Programm. In NRW lässt sich z.B. feststellen, dass der aktuelle Programmtrend eindeutig heißt – zurück zu den journalistischen Wurzeln. Der berühmte Content lebt.

Grundsätzlich hat Radio sowieso einige unschlagbare Vorteile: Besonders in kleinen Sendeanstalten lässt sich vieles – in meist zwar engen Finanzgrenzen, dafür aber auch mit überschaubarem Risiko – probieren und schnell umsetzen, Die ständig neu sprießenden Kommunikationsformen im Netz sind eine Spielwiese für die Interaktion Radio-Hörer. Das Problem ist nur, es bekommt keiner mit. Denn so positiv die länderbezogene Radiowelt in Sachen Vielfalt/Innovation ist, so negativ ist sie in Sachen gemeinsamer Selbstvermarktung. Wenn es einen Trend bräuchte, dann den, das Radio muss sich als Gattung besser verkaufen – die Radiozentrale (mit ihrer aufmerksamkeitsstarken Spotkampagne „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“) ist da ja ein guter Anfang. Das ist jetzt auch keine sagenhaft, neue Erkenntnis. Aber besonders zu Jahresanfang fällt es immer besonders auf. Dann kommen z.B. die medialen (TV-)Lautsprecher auf die Straßen gestürmt und stellen Ihre vermeintlichen Programmneuerungen vor. Das Radio läuft weiter automatisch, jeden Morgen, immer frisch und neu und man bekommt es mit – nebenbei.

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